Handballsport in Mörfelden/Walldorf



----------------------- seit Saison 2016/2017 gehen die Handballer der Doppelstadt wieder getrennte Wege -------------

Weitere Infos siehe  http://tgs-walldorf.de/wp-....pdf

Historie:

Die HSG Mörfelden/Walldorf war die Handballspielgemeinschaft der beiden Vereine SKV Mörfelden und TGS Walldorf


        

Die langen und zeitraubenden Verhandlungen haben ein Ende gefunden. Kurz vor Toresschluss - am 31.5. ist letzter Meldetermin für die Mannschaften - wurde der Vertrag zur Fusion der Mörfelder und Walldorfer Handballer zur HSG Mörfelden-Walldorf unterzeichnet. Damit gehen die Doppelstädter in der Saison 2007/2008 gemeinsam mit 12 Jugend-, 3 Männer- und 2 Frauenmannschaften an den Start. Gemeinsames Ziel der HSG ist, den Handballsport in der Doppelstadt zu fördern „zum Wohle der beteiligten Vereine und im Geiste einer fairen Partnerschaft“.

Schon vor Monaten wurde dem TGS-Vorstand angetragen, sich um eine Spielgemeinschaft mit den Handballern der SKV Mörfelden zu bemühen. Zu Jahresbeginn wurde es dann konkret, als dies auch offiziell auf der Jahreshauptversammlung der TGS-Handballer beschlossen wurde. Der Grund dafür liegt in einer Überalterung und Ausdünnung der Handballmannschaften, die sowohl bei der TGS, aber auch bei der SKV schon länger zu beobachten war. So spielte in der Regionalligamannschaft der Frauen nur noch eine Walldorferin mit und bei der zweiten Damenmannschaft war das Durchschnittsalter schon weit über 30 Jahre. Zudem hat der Handball mit Nachwuchsproblem zu kämpfen, denn die Attraktivität der Ligazugehörigkeit im Aktivenbereich war nicht übermäßig groß. So blieb aus der Regionalliga-Mannschaft der weiblichen A-Jugend keine Spielerin für die 2. Mannschaft übrig, da die in den Seniorenbereich kommenden Spielerinnen lieber die Herausforderung bei einer Landesliga- oder Oberliga-Mannschaft suchten, als mit der 2. Mannschaft vielleicht den Aufstieg in die Bezirklasse A oder jetzt in die Bezirksoberliga zu schaffen. Aber auch bei den Männern ist die Spielerdecke äußerst dünn. Jahrelang war die erste Mannschaft deutlich überaltert mit Spielern, die ebenfalls jenseits der 30 Jahre waren. Zwar blieben hier die Spieler der A-Jugend dem Verein treu, aber das Zusammenwirken mit Spielern, die teilweise doppelt so alt sind, brachte auch viele Schwierigkeiten mit sich.

Die Lösung dieser Probleme zeichnete sich in einer Spielgemeinschaft mit Mörfelden ab. So spielt die erste Herrenmannschaft der SKV mit einer wesentlich jüngeren Mannschaft zwei Klassen höher in der Landesliga und bietet damit auch den Walldorfer Talenten die Gelegenheit, sich höherklassig zu bewähren. Die Damenmannschaft der SKV musste allerdings leider aus der Bezirksoberliga absteigen und findet sich nun in der gleichen Klasse wieder, in der auch die zweite Mannschaft der TGS-Damen spielt. Da aber der Altersdurchschnitt der SKV-Handballerinnen deutlich geringer ist, als der der Walldorfer „Zweiten“, bietet sich hier die Gelegenheit auf Jahre hinaus eine gute Mannschaft aufzubauen, die vielleicht später einmal auch den Aufstieg in die Landesliga schaffen und somit einen guten Unterbau für die Regionalliga-Damen stellen kann.

Doch TGS-Präsident Roland Förstner legt Wert darauf, dass nicht nur im Handballsport der Trend hin zu Spielgemeinschaften geht. Auch in anderen Mannschaftssportarten, wie beispielsweise dem Fußball, ist ein Rückgang der aktiven Spieler deutlich zu beobachten, wodurch sich zwangsläufig immer mehr Spielgemeinschaften bilden. In der TGS hat man schon Erfahrung mit einer Fusion mit der SKV Mörfelden, so bilden die Leichtathleten beider Vereine schon seit vielen Jahren eine gemeinsame und erfolgreiche Gemeinschaft.

Drei Vorstandsmitglieder aus beiden Vereinen bilden das Führungsgremium. Zunächst gehören neben den zwei Abteilungsleitern Jochen Cezanne (TGS) und Bernd Schaffner (SKV) auch die Sportwarte Ulrich Tron (TGS) und Roberto Almodovar (SKV) sowie die Kassenwarte Fritz Kalcker (TGS) und Torsten Krieg (SKV) dem gemeinsamen Vorstand an, aber die Zusammensetzung ist nicht bindend und kann von Fall zu Fall auch durch andere Vertreter der beiden Vereine erfolgen. „Drei aus Mörfelden und drei aus Walldorf“, diese Zusammensetzung ist die einzige Verpflichtung betont dann auch Jochen Cezanne und weiter: „Dies ist ein Meilenstein, ein historisches Ereignis in der Geschichte beider Vereine. Ich bin froh über die gemeinsame Zusammenarbeit in einer HSG. Packen wir es an“.


Die HSG Mörfelden/Walldorf ist gegründet !  >30.5.2007<
Die beiden Abt.Leiter: links Jochen Cezanne, rechts Bernd Schaffner

In der nächsten Zeit werden die sportlichen Erfolge zwar angestrebt, das primäre Ziel liegt aber in der Schaffung einer gemeinsamen Identität und das Zusammenwachsen der Spieler und Spielerinnen in den Mannschaften. Bei der Jugend gibt es die Zusammenarbeit schon länger, so traten bereits in der letzten Saison beispielsweise die C-Jugenden als Jugendspielgemeinschaft (JSG) an. Da sich die Verhandlungen bis in den Mai hinzogen, wurde die Bildung einer Jugendspielgemeinschaft, die alle Jugendmannschaften umfasst, bereits im April vorgezogen, schließlich mussten die Mannschaften für die anstehenden Qualifikationsspiele gemeldet werden. Da es jetzt mit der gesamten Spielgemeinschaft geklappt hat, wird sich die JSG nun auch in HSG umbenennen.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Vereinsstrukturen und Finanzierungskonzepte dauerten die Gespräche zwischen den beiden Handballabteilungen Monate. Doch letztlich konnte man sich auch in den finanziellen Fragen einigen. Der Unterhalt einer Regionalliga-Mannschaft ist aufgrund der hohen Spielbetriebs- und Fahrtkosten nicht gerade billig und da nach jetzigem Stand nur wenige Mörfelder Spielerinnen den Sprung in die Mannschaft schaffen können (wir erinnern uns, es spielt derzeit auch nur eine Walldorferin mit …) war gerade die Finanzierung dieser Damenmannschaft ein Knackpunkt, wobei Jochen Cezanne und auch Roland Förster Wert darauf legen, dass die Spielerinnen keinerlei Gehalt beziehen. Weder von der Abteilung, noch von dem Verein oder gar von dritter Seite.

Bei der Zusammensetzung der Mannschaften werden jetzt die Trainer beginnen, ihren Kader zusammenzustellen. Während es bei den Spielerinnen der ersten Damenmansnchaft erhebliche Veränderungen gibt, da mehrere Handballerinnen den Walldorfer Verein verlassen haben, bleibt der bisherige Coach – Marcus Pons - auch in der HSG verantwortlich. Für die Betreuung der zweiten Damenmannschaft, die in der Bezirksklasse A antritt, sollen die bisherigen Trainer der Mörfelder und Walldorfer Damen zusammen zuständig sein (Frank Welsch, Frank Aumann und Michael Jung). Als Trainer für die 2. Mannschaft der Männer, die ebenfalls in der Bezirklasse A spielt, hat man mit Thorsten Hufnagel einen ehemaligen TGS-Akteur verpflichten können. Die erste Männermannschaft (Landesliga) trainiert Volker Lang.

In der Jugend spielt die HSG in allen Altersklassen, nur bei der männlichen A-Jugend startet keine Mannschaft. Damit gibt es eine quantitative Verbesserung, denn immerhin zwölf Jugendmannschaften starten in der Verbandsrunde für die HSG. Bisher gab es in beiden Vereinen zusammen elf Jugendmannschaften, darunter fünf bei der TGS, zwei bei der SKV und vier Teams, die im Vorjahr schon in einer Jugend-Spielgemeinschaft vereinigt waren.